Nö...ich denke nicht...!
Um eine Aussage treffen zu können, ob ich Google Chrome als sinnvoll betrachte, war es das Cleverste, es einen ganzen Tag in der Praxis auszutesten.
Prinzipiell muss ich erstmal sagen, dass ich zwar im Herzen eine Google-Mitarbeiterin bin ... (An die Google-Personalabteilung: das war ein Wink mit dem Zaunpfahl, habt ihr´s bemerkt??)...aber mich nicht davon freisprechen kann, Bedenken und Sorgen rund um Themen wie Datenschutz und Sicherheit zu haben (Ok...Google ich vermute, mit dieser Aussage habe ich mich soeben wieder ins Aus katapultiert...)
Vorweggeschickt gebe ich also gern zu, dass eine gehörige Portion Vertrauen in Gott, Vaterland und in die Maschinerie Google dazugehört, um sowohl Google-Services wie Googlemail, den Google-Kalender und andere Anwendungen, als auch Google Chrome zu nutzen.
Doch wer das Vertrauen hat, und wem es schnurpsegal ist, ob Google mich vielleicht als Testballon in das WWW schickt, um mein Userverhalten auszuspionieren...womit ich nicht behaupte, dass Google das tatsächlich macht...sollte sich Google Chrome ruhig einmal genauer zu Gemüte führen.
Besonders für Internetanfänger und auch Kinder (denen man nie die Inkognito-Funktion erklären sollte), die sich von wirren Icons und Menüpunkten in anderen Browsern nur verwirren lassen, ist Google Chrome eine prima Alternative.
Reduziert auf das Wesentliche, bietet Google Chrome, mit wenigen Klicks die notwendigen Funktionen, was voll und ganz unserer Clean-and-Simple-Philosophie entspricht.
Je weniger Buttons, desto geringer die Gefahr, dass der Browser durch wirre Klickereien unbrauchbar konfiguriert wird. Nicht wahr Papa??? ;o)
Mir persönlich hat übrigens sehr gut gefallen, dass das Eingabefeld zugleich die Google-Suche mit einbezieht.
Dass auf der Startseite die aufgerufenen Seiten dargestellt werden, ist ebenfalls eine nette Geschichte, doch sollte das alles gewesen sein?
In der Anwendung habe ich es tatsächlich mehrfach geschafft, Google Chrome zum Absturz zu bringen, auch wenn ich an sich tatsächlich von der Schnelligkeit des Google Browsers beeindruckt bin! Komischerweise passierten diese Abstürze meist im Zusammenhang mit Google-Diensten...strange..!
Die Unabhängigkeit einzelner Tabs finde ich hingegen super...auch wenn bei mir dennoch gleich der ganze Browser abgeschmiert ist.
Ich bin insgesamt schon ein wenig enttäuscht von Google Chrome, doch andererseits war ja eigentlich zu erwarten, dass der Google-Browser auch nicht wirklich mit Innovationen um sich schmeisst. Schlussendlich ist es was es ist: ein Browser...nicht mehr und nicht weniger! Wenn auch ein ziemlich übersichtlicher!
Für mich in der professionellen Praxis fehlen einfach zuviele Funktionen und Möglichkeiten. Das Einbinden der Toolbar samt Funktionen wie das Markieren gesuchter Wörter etc. ist dabei nur ein Aspekt...offensichtlich der Beweis dafür, dass ich in den vergangenen 10 Jahren zum Fachidioten, Nerd und Geek gereift bin!
Aber der ein oder andere Verwandte mit dem Beinamen (Ichhabeabernichtsgemacht), der wird demnächst Google Chrome nutzen (müssen)...das nennt man dann Schadensbegrenzung zum Wohle internetaffiner Familienmitglieder, die keine Lust darauf haben, ständig alles richten zu müssen, was angeblich niemand auch nur ansatzweise verändert hat.
Einen Weg vorbei an Google Chrome wird es für mich definitiv nicht geben, schon allein deshalb nicht, weil ab sofort viele Internetseiten nun auch in Google Chrome funktionieren müssen! Aber Firefox wird zunächst weiterhin meine erste Wahl bleiben.